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Villers 1594
- Lucina 1665
Nicolas Poussin wird 1594 in Villers-en-Vexin in der Normandie geboren. Dort verbringt er seine Kindheit auf dem väterlichen Hof nahe des normannischen Orts Les Andelys. Sein Vater dient in gehobener Stellung unter Karl IX. und Heinrich von Navarra. Schon früh kommt die künstlerische Begabung Nicolas Poussins zur Geltung, aber mangels einer Ausbildung bei bedeutenden Malern musste sich der junge Poussin notgedrungen autodidaktisch weiterbilden. 1611/12 wird Poussin Gehilfe des Provinzmalers Quentin Varin und geht mit ihm 1612/13 nach Paris. Die folgenden 10 Jahre werden Nicolas Poussins Lehr- und Wanderjahre, er zieht von Auftrag zu Auftrag durch die Provinz und tritt in dieser Zeit für wenige Monate in den Werkstätten des Niederländers Ferdinand Elle und des Manieristen Georges Lallemand ein. Eigentlich aber zieht es Nicolas Poussin nach Rom. Aber erst 1624 - nachdem er zwischenzeitlich mehrfach nach Italien aufgebrochen war, doch immer wieder nach Paris zurückkehren musste - verlässt Poussin Frankreich für eine lange Zeit. Vorher aber, noch in Paris, lernt Poussin 1622 den italienischen Dichter Giovanni Battista Marino kennen, der sein erster Mäzen werden soll. Durch die Empfehlungen Marinos gelangt Nicolas Poussin 1626 in den Kreis des kunstfördernden und frankophilen Kardinal Francesco Barberini - und lernt dort seinen zweiten großen Mäzen kennen: Cassiano dal Pozzo. Fortan avanciert Poussin zu einem der geachtetesten Künstler nicht nur Roms - er kann bald von privaten Aufträgen leben. 1630 heiratet Poussin Anne-Marie Dughet, die Nichte des Malers Gaspard Dughet. Poussin wird Mitglied der Accademia di San Luca, eine Mitgliedschaft, die ausländischen Künstlern nicht ohne weiteres zuteil wurde. Nicolas Poussins Ruf drängt bald auch an den französischen Königshof - Kardinal Richelieu erwirbt vier Bacchanalien. Auf Drängen des Hofes reist er 1640 nach Paris und wird dort mit der Ausschmückung der Grande Galerie des Louvre betraut. Bis zum Herbst 1542 arbeitet Poussin in Frankreich an zahlreichen und unterschiedlichen Aufträgen - bis er im Herbst nach Rom zurückkehrt, weil er sich vor dem sich verstärkenden Arbeitsdruck und den aufkommenden Intrigen in Paris zurückzieht. Obwohl unter dem neuen Papst Innozenz X. die meisten Mäzene Poussins ihre Stellungen verlieren, wird Poussins Auftragslage davon kaum berührt. Zu seinen neuen Gönnern und Auftraggebern zählen Jean Pointel, ab 1655 kommt Flavio Chigi als späterer Papst Alexander VII. dazu. Allerdings verschlechtert sich die Gesundheit Nicolas Poussins. Poussin leidet an der parkinsonschen Krankheit, die dazu führt, dass er in den letzten Lebensjahren kaum noch fähig ist, zu arbeiten. 1665 stirbt er und wird in San Lorenzo in Lucina begraben.